31. Juli 2024
Spenderin permanent erschöpft durch den Nierenverlust
31. Juli 2024
Sehr geehrte Damen und Herren,
ich habe am xx.xx.22 meinem Ehemann eine Niere gespendet. Ich hatte nach der OP große Probleme wieder auf die Beine zu kommen. Nach der Reha habe ich im April 23 wieder begonnen, 6 Std als Betreuungskraft im Pflegeheim zu arbeiten.
Ich bin mittlerweile permanent erschöpft und müde und habe Konzentrationsschwierigkeiten, so dass ich meist zu Hause nichts mehr schaffe. Ich habe es immer wieder den Ärzten berichtet, aber die nehmen mich nicht ernst. Auch die gerade 3-wöchige Krankschreibung durch den Hausarzt hat keine Besserung gebracht. Deshalb war ich heute im Dialysezentrum, um nochmals um Hilfe zu bitten.
Dort wurde eine zweite Person hinzugeholt, die uns nur unverständlich vorgestellt wurde. Meinem Mann und mir wurde gesagt, dass man mir nicht helfen kann, da meine Werte gut und stabil seien. (GFR vor OP 84 nach OP um die 50; letzter Wert der Beste mit 54).
Mein Bemühen, den Psychologen zu kontaktieren, der die Nierenspende begleitet hat, wurde unterstützt, da es sich sicherlich, laut der Ärztin heute, um psychische Probleme handelt.
Mein Mann und ich sehen dies anders.
Mein Arbeitgeber hat mich ab xx.xx.24 auf 28 Std wöchentlich heruntergestuft. Das hat wirtschaftliche Gründe, aber es wurde auch geschaut, wer wie oft krankgeschrieben war. Da hat es mich unter anderem getroffen. Wir brauchen aber jeden Cent, da mein Mann nur eine kleine Rente bekommt.
Wir stehen hier sehr alleine und wissen nicht so recht weiter. Ich möchte gern weiterarbeiten, darum habe ich das Angebot einer erneuten Krankschreibung abgelehnt, mit der Begründung, dass dieser Weg mir nichts bringt. Aber nur noch erschöpft dazusitzen, finde ich auch nicht akzeptabel.
Es wäre schön, wenn Sie uns beraten könnten.
Mit freundlichem Gruß