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Newsletter Januar 2022 | Nr. 01/22

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Die vom Gesetzgeber bewusst streng formulierten und in § 19 Abs. 1 Nr. 1 TPG gesondert strafbewehrten Aufklärungsvorgaben sollen den potentiellen Organspender davor schützen, sich selbst einen größeren persönlichen Schaden zuzufügen; sie dienen dem „Schutz des Spenders vor sich selbst.“

Bundesgerichtshof am 29. Januar 2019 (VI ZR 495/16 und VI ZR 318/17)

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Frohes und gesundes neues Jahr!

Wir wünschen unseren Lesern ein frohes, aber vor allem gesundes neues Jahr 2022. Ihre Gesundheit ist das Wichtigste, was sie haben. Achten Sie auf sich!

Wir schauen auf ein erfolgreiches Jahr zurück. Spätestens seit der Teilnahme von Ralf Zietz und Martin Wittke am Symposium des Bundeministerium für Gesundheit im Juni 2021 (wir berichteten) sind wir als ernstzunehmende Stimme beim Thema Nierenlebendspende in Deutschland etabliert.

Unsere strenge Auslegung der Zulässigkeit der Nierenlebendspende wird von uns auch in Zukunft klar vertreten. Wir beobachten daher sehr genau den weiteren Verlauf der Diskussionen um die Organlebendspende und werden uns immer dann einmischen, wenn es um den Schutz potentieller Nierenlebendspender geht oder um die Anerkennung von Schäden, die Menschen im Zuge der Nierenspende erleiden müssen.

Wir werden auch weiterhin diverse Gerichtsverfahren begleiten müssen. Leider ist es für geschädigte Nierenlebendspender nach wie vor schwierig, ohne juristische Begleitung Recht und Anerkennung zu erhalten. Die Beratung der mit den Fällen beauftragten Rechtsanwälte wird auch weiterhin eine unserer zentralen Aufgaben sein.

Natürlich wird auch die persönliche Beratung spendenwilliger Menschen und geschädigter Spender ein wichtiger Bestandteil unserer Vereinsarbeit sein.

Wir sind also auch 2022 bereit zu kämpfen. Für Menschen unter Erwartungsdruck. Für geschädigte Nierenlebendspender. Für uns.


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Presse

Einer dieser Kämpfe konnte nun endgültig abgeschlossen werden. Erfolgreich!

OLG Hamm: Klinik muss 100.000 € für rechtswidrige Nierenlebendspende zahlen. Lesen Sie hier mehr >

In vielen von uns begleiteten Prozessen stellen sich medizinische Gerichtsgutachter auf die Seite der beklagten Ärzte und Kliniken bzw. Unfallkassen. Sie missachten ihren Auftrag, ein neutrales und interessenfreies Gutachten zu erstatten. Sie fühlen sich unangreifbar, obwohl ihre Expertise nicht selten fehlerhaft oder unvollständig ist. Die von uns beratenen Rechtsanwälte halten mit gut begründeten Befangenheitsanträgen dagegen. Nun ist ein renommierter bekannter Transplantationsmediziner über sein Gutachten gestolpert. Auch zukünftig wird sich jeder Gutachter an den Fakten messen lassen müssen.

Nierenlebendspende: Im Prozess gegen Charité entlässt Berliner Gericht renommierten Gutachter. Lesen Sie hier mehr >

Über beide Fälle (OLG Hamm und LG Berlin) hat die Ärztezeitung am 18.01.2022 online berichtet.

Vergleich im Prozess um Nierenlebendspende: Patientin bekommt 100.000 Euro. Lesen Sie hier mehr >


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Zuschriften

Auch wenn wir ein Mindestalter von ca. 50 Jahren für die Spende empfehlen, ist dies keine Garantie, dass es nicht zu schweren Erschöpfungserscheinungen nach der Nierenlebendspende im Sinne des „Fatigue-Syndroms“ kommen kann. Lesen Sie hier das Schicksal eines Spenders, der mit 52 Jahren eine Niere gespendet hat und nunmehr seit 7 Jahren unter den Folgen leidet. >

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Beratung


“Eine Lebendspende kann mit hohen Risiken verbunden sein. (...) Eine umfassende Aufklärung ist daher umso wichtiger. Die Interessengemeinschaft Nierenlebendspende e.V. leistet dazu einen wichtigen Beitrag.”

Hermann Gröhe (Bundesgesundheitsminister von 2013 bis 2018)

Risiko- und Konfliktberatung vor Nierenlebendspende
  • Sie planen demnächst eine Niere zu spenden oder als Lebendspende zu empfangen und möchten zusätzlich zu den Informationen auf unserer Webseite ein persönliches Gespräch mit einem Spender und/oder Empfänger?
  • Sie möchten spenden und haben die medizinischen und ethischen Prüfungen und Tests durchlaufen, verspüren aber noch zusätzlichen Beratungsbedarf?
  • Sie fühlen sich zur Nierenlebendspende gedrängt?
  • Wir besprechen mit Ihnen unsere Evaluationsempfehlungen und bereiten so Ihre Entscheidung noch gründlicher vor.
Krisenberatung nach Nierenlebendspende
  • Sie sind Nierenlebendspender und leiden nun unter den Folgen des Nierenverlustes?
  • Sie benötigen konkrete Hilfestellung im Umgang mit Kranken- und Rentenversicherungen, sowie Unfallkassen und Kliniken?
  • Sie möchten uns über Ihre Erfahrungen rund um eine Nierenlebendspende berichten?

Nehmen Sie mit uns Kontakt auf:

Interessengemeinschaft Nierenlebendspende e.V.
Bundesgeschäftsstelle
Besucheradresse:
Georgenstraße 35
10117 Berlin
Telefon: 030-394 011 30
beratung@nierenlebendspende.com.
Die Vereinbarung eines persönlichen Beratungstermines ist erforderlich.

Postanschrift:
Internationales Handelszentrum Berlin
Friedrichstraße 95
Postbox 19
10117 Berlin

Auf Wunsch erfolgt das Gespräch mit Nierenlebendspendern und Psychologen in Zusammenarbeit mit der Siegmund Freud PrivatUniversität Berlin, dann in den Räumen der Universität.

Die Beratung ist kostenfrei.

Für eine medizinische Beratung vermitteln wir unabhängige Ärzte und stellen bei Bedarf Kontakt zu Rechtsanwälten her.

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Pinnwand


Zuschriften
Uns erreichen laufend Zuschriften von beschädigten Nierenlebendspendern. Immer wieder erschüttert uns Berichte von Menschen, die einfach nur helfen wollten. Lesen Sie hier sehr persönliches von betroffenen Nierenlebendspendern >

Thiel: Müdigkeit tritt bei Spendern gehäuft auf!
So fing alles an. Lesen Sie hier den E-Mail-Verkehr zwischen dem renommierten Prof. Gilbet Thiel und Christiane Geuer von 2008/2009 >

Gerichtsurteile Zivilrecht zur Aufklärung
Urteile zur Aufklärung vor einer Nierenlebendspende >

Gerichtsurteile Sozialrecht
Urteile zur sozialrechtlichen Absicherung von beschädigten Nierenlebendspendern >

Hintergrund Nierenfunktion
medizinisch – medizinrechtlich – versicherungsrechtlich >

Spenderevaluation
Unsere Empfehlungen zur Auswahl und Eignung als Nierenlebendspender stehen Ihnen als PDF-Datei zum Download zur Verfügung >

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Spenden

Seit 2012 bilden wir ein starkes Gegengewicht zur völlig unzureichenden und verharmlosenden Aufklärung der Transplantationsmedizin zu den Risiken der Nierenlebendspende.

Zudem setzen wir uns für die Einlösung des durch die Politik gegebenen Versprechens ein, dass Nierenlebendspender zuverlässig sozialversicherungsrechtlich abgesichert sind.

Nicht zuletzt ist für uns die Sensibilisierung der behandelnden Ärzte für die teilweise erheblichen körperlichen Probleme der Einnierigen (Spender und Nephrektomierte) ein besonders wichtiges Anliegen.

Es profitieren deutlich mehr Menschen als unsere Vereinsmitglieder von unseren Informationen. Diese haben wir in jahrelanger Recherche zusammengetragen und aufbereitet. Teilweise unter erheblichen persönlichen Anstrengungen. Denn viele von uns leiden dauerhaft unter den Folgen des Nierenverlustes.

Wenn Sie unsere Arbeit wertschätzen und unterstützen möchten, freuen wir uns über eine Spende, egal in welcher Höhe. Eine Spendenquittung ist selbstverständlich. Wir sind als gemeinnütziger Verein vom Finanzamt für Körperschaften I in Berlin anerkannt.

Spende >

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Wir sagen:

Die Nierenlebendspende gefährdet den gesunden Spender erheblich. Darum darf sie nur sehr eingeschränkt angewendet werden.

Die Nierenlebendspende ist kein geeignetes Instrument, um die Verfügbarkeit von Organen zu steigern.


Unsere Motive, unsere Geschichte und unseren aktuellen Vorstand können Sie hier kennen lernen >


Kritik, Anregungen, Feedback an kontakt@nierenlebendspende.com

Impressum:

Domaininhaber und -betreiber von www.nierenlebendspende.com
Interessengemeinschaft Nierenlebendspende e. V.
1. Vorsitzender: Ralf Zietz

Bundesgeschäftsstelle:
Georgenstraße 35
10117 Berlin
Tel.: +49 (0) 30 - 394 011 30
Email: kontakt@nierenlebendspende.com
Internet: www.nierenlebendspende.com

Amtsgericht Charlottenburg VR 36791 B

Postanschrift:
Interessengemeinschaft Nierenlebendspende e. V.
Internationales Handelszentrum Berlin
Friedrichstraße 95
Postbox Nr. 19
10117 Berlin

Der Verein ist vom Finanzamt für Körperschaften I in Berlin unter der Steuer-Nr. 27/668/60255 als gemeinnützig anerkannt und berechtigt entsprechende Spendenbescheinigungen auszustellen.





Förderung durch die „GKV-Gemeinschaftsförderung Selbsthilfe auf Bundesebene“

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