26. Januar 2025
Ich habe das Gefühl verrückt zu werden!
26. Januar 2025
Guten Tag,
ich habe 2013 meiner Schwester, die an Lupus mit Organbeteiligung erkrankt war, in der Klinik XY eine Niere gespendet, da als einzige in der Familie meine Niere gepasst hat. Die Aufklärung über gesundheitliche Risiken war nicht vorhanden, es hieß sogar, dass es Lebendspendern in der Regel besser geht. Seit der Spende leide ich unter chronischer Müdigkeit. Auf der Arbeit brennen mir teilweise die Augen. Sobald die Temperaturen etwas sinken, bekomme ich Halsschmerzen und Erkältungssymptome. Dies geschieht alle 2 Monate ungefähr. Mein Nephrologe nimmt mich nicht ernst, genauso wenig wie mein Hausarzt. Ich weiß aber genau, dass es mir vor der Spende nicht so gegangen ist. Können Sie mir sagen, ob es ähnliche Erfahrungen mit diesen gesundheitlichen Problemen bei Nierenspendern gibt? Ich habe das Gefühl, verrückt zu werden.
Vielen Dank für Ihre Mühe!
Mit freundlichen Grüßen
Antwort:
Hallo Frau I.,
ich melde mich nachher.
Bitte schauen Sie sich bis dahin schonmal auf unserer Website im Magazin den Bereich „Risikomanagement“ an und dort besonders die „Versicherungsrechtlichen Informationen“. Im Downloadbereich finden Sie einen Muster-Antrag für ein Unfallkassen-Renten-Verfahren.
Wir sprechen nachher darüber.
Sie sind nicht allein! Es geht sehr vielen Nierenlebendspendern/innen schlecht. Der Verlust der Niere führt sehr häufig zu gesundheitlichen Beeinträchtigungen, u. a. chronische Müdigkeit. Leider ignorieren die meisten Mediziner diese Tatsachen.
Wir können Sie aber unterstützen, mit diesen Umständen besser klarzukommen. U. a. bieten wir eine Selbsthilfegruppe an. Dort können Sie mit anderen Betroffenen sprechen.
Bis nachher!
Mit freundlichem Gruß
Ralf Zietz