30. Oktober 2024
Fragen zu einer möglichen Nierenlebendspende in den Niederlanden
30. Oktober 2024
Sehr geehrte Damen und Herren,
mein Vater ist seit drei Jahren dreimal wöchentlich im Dialysezentrum. Seine Werte sind soweit ok, jedoch kommt uns Kindern immer wieder der Gedanke einer Nierenspende in den Sinn. Eigentlich möchte mein Vater auf gar keinen Fall eine Niere seiner Kinder annehmen. Aus diesem Grund haben wir beispielsweise auch noch keine Beratungsgespräche o. ä. wahrgenommen. Ist es am sinnvollsten, diese Gespräche im jeweiligen Dialysezentrum zu führen? Und ist dies auch ohne Wissen meines Vaters in Ordnung?
Ein guter Bekannter meines Vaters riet ihm dazu, einen Umzug in die Niederlande zu veranlassen. Wir wohnen direkt an der niederländischen Grenze, so dass das Dialysezentrum dort sogar dichter dran wäre. Die Chancen auf eine Niere stehen dort natürlich besser. Trotzdem finden sowohl mein Vater als auch wir diese Option fraglich. Er würde schließlich wieder bei „Null“ anfangen – alle Untersuchungen etc. müssten nochmal durchgeführt werden und er verliert seinen Platz auf der deutschen Warteliste. Somit zieht er es zum jetzigen Stand nicht in Erwägung, jedoch würde es uns Kinder sehr interessieren, ob es doch sinnvoll wäre, diesen Weg genauer zu beleuchten. Ein Umzug in die Niederlande wäre aufgrund der Entfernung von 4 km kein Problem. Auch meine Mutter ist Niederländerin, so dass der Vorschlag durchaus berechtigt ist.
Ehrlicherweise haben wir zurzeit sehr viele Fragezeichen im Kopf, möchten unseren Vater jedoch einfach bestmöglich unterstützen.
Über eine Rückmeldung würde ich mich sehr freuen!
Es folgt eine telefonische Beratung, u. a. mit dem Hinweis auf den fehlenden Versicherungsschutz bei Spätschäden durch die deutsche Unfallkasse!