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2006 / 2007 – Körperliches und psychisches Befinden von
Nierenlebendspender 1 Jahr nach Lebendspende

Quelle: Dissertation Matthias Krämer, Medizinische Hochschule Hannover – 2006/2007

Titel: „Körperliches und psychisches Befinden von Nierenlebendspender 1 Jahr nach Lebendspende“

Betreuer der Arbeit: Prof. Hans Werner Künsebeck

  • Seite 10:
    Schover et al (1997) berichteten über suizidale Gedanken bei 11 % aller Spender.
  • Seite 37:
    21,5 % der Spender geben körperliche Beschwerden an, die sie auf die Spende zurückführen.
  • Seite 44:
    25,9 % der Spender klagten über eine Verschlechterung der körperlichen Leistungsfähigkeit.
  • Seite 45:
    12,3 % der Spender erlitten eine Verschlechterung der finanziellen Verhältnisse nach der Spende. 
    Insgesamt war festzustellen, dass sich die finanzielle Situation der Spender mehr verschlechtert als verbessert hatte.
  • Seite 45:
    19,4 % der Spender klagen über Verschlechterungen im Lebensbereich Sexualität. 
    Es fiel auf, dass insgesamt häufiger Verschlechterungen als Verbesserungen genannt wurden.
  • Seite 46:
    12,3 % der Spender berichten über eine Verschlechterung in ihren Freizeitaktivitäten.
  • Seite 46:
    9,3 % der Spender berichten über Verschlechterungen der Mobilität. 
  • Seite 52:
    In unserer Studie hatten wir kaum Veränderungen im beruflichen Status nach der Lebendspende beim Spender festgestellt. Nur bei drei Personen hatte sich die berufliche Situation negativ verändert (arbeitslos oder -unfähig geworden).
    Diese positive Bilanz zeigte die Studie von Gouge et al (1990) nicht. Hier war der Anteil der vollzeit-beschäftigten Spender vor der Spende von 71 % auf 62 % nach der Spende abgesunken.
  • Seite 55:
    Überraschend ist, dass im Bereich Aufklärung über Komplikationen und Nebenwirkungen noch mehr Informationen gewünscht werden. Gerade hier hätte man erwartet, dass die Spender von Ärzten gut informiert werden.
  • Seiten 59/60: 
    Bei der Frage nach dem Auftreten körperlicher Beschwerden, die auf die Spende zurückgeführt wurden, wurde deutlich, dass nur die Minderheit (21,5 %) sich durch eine Spende körperlich beeinträchtigt fühlte. In anderen Studien liegen die Zahlen hier noch etwas niedriger. So berichteten Schover et al (1997), dass 15 % der Spender glaubten, dass die Spende sich negativ auf ihre Gesundheit ausgewirkt hatte. Burroughs et al. (2003) gaben an, dass 7 % der Spender ihrer Studie unter Langzeit-Gesundheitsproblemen als Folge der Spende litten. Ähnliche Zahlen nannten auch Fehrman-Ekholm et al. (2000). Hier konstatierten 5 % der Spender, dass sie sich bis zum Erhebungszeitpunkt noch nicht vollständig von den Folgen der Transplantation erholt hatten.
    Diese auf den ersten Blick positiv scheinenden Daten sind allerdings auch in zweierlei Hinsicht interpretierbar: Befürworter der Lebendspende mögen es für ein vertretbares Risiko halten, wenn der Großteil der Spender aussagt, dass die Spende keinen negativen Effekt  auf die Gesundheit gehabt hat, während Gegner der Lebendspende es nicht für vertretbar halten, wenn es bei 5 – 20% der Patienten zu gesundheitlichen Folgen durch die Spende kommt.
  • Seite 62: 
    Auch Kopfschmerzen wurden nur von einer kleinen Spendergruppe (9,4 %) als „erheblich“ oder „stark“ eingestuft.
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