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30. Oktober 2019

Alles fällt mir schwer und ich habe weniger Energie

Guten Tag,

mein Name ist P. und ich wohnen in der Nähe von H. Am XX.XX.2011 habe ich in H. meinem Kind eine meiner Nieren gespendet. Seitdem bin ich Schmerzpatientin mit einem langen Leidensweg. Ich spürte sofort nach dem Absetzen der Opiate, das was nicht stimmt.

Die Ärzte stellten mich als wehleidig hin und das mit einer extremen Arroganz (Prof. Dr. med. C. vom Klinikum H.). Ich war ja kein Musterspender. Ich war insgesamt 3 Wochen stationär in H. und wurde zusammen mit meiner Tochter nach dieser Zeit entlassen (rausgeschmissen), ohne das die Ärzte eine Erklärung für meine Schmerzen hatten. Ich war nach der Entlassung noch einige Male in der Klinik, aber keiner konnte mir helfen. Ich hatte ein Hämatom von 8 cm Durchmesser in der Nierenloge, worauf sie meine Schmerzen zurück führten. Als sie das Punktieren wollten, ist mir der Kragen geplatzt und ich verweigerte das, da war ich nervlich schon fast am Ende.

Daraufhin konsultierte ich verschiedene Ärzte in H. Ein Neurologe stellte fest, das mir bei der OP mein Genitofemoralis durchtrennt wurde. Seither bin ich in Schmerztherapie mit starken Opiaten und anderen Medikamenten. Ich war ohne Erfolg in medizinischer Reha und befinde mich immer wieder im KKH in P. stationär um neue Medikamente zu testen, Entzug zu machen, das schon 3 Mal und alles ohne befriedigtes Ergebnis. Zudem wurde mir eine CS Sonde implantiert, ohne Erfolg und dieses Jahr explantiert.

Ich kann nicht mehr Vollzeit arbeiten und bekomme zusätzlich eine Rente, bin 60 % Schwerbehindert. Meine Gedächtnisstörungen und meine Erschöpfung führe ich immer auf die Medikamente zurück, bis ich von Ihrer Vereinigung erfuhr und recherchierte, da wurde mir einiges klar.

In H. wurde ich auch nicht richtig aufgeklärt, es war keine neutraler Arzt dabei und es gibt meines Wissens auch kein Protokoll. Mir wurde sogar erklärt, das Spender sogar länger leben, da wir nur noch eine Niere haben, ich empfand das damals schon mehr als verwerflich!

Ich hatte damals keine Kraft um mich gegen H. zu wehren und wusste, ich habe gegen die Ärzte eh keine Chance. Mein Leben ist seither nicht mehr so, wie es mal war, alles fällt mir schwerer und ich habe weniger Energie.

Da es meinem Kind seither sehr gut geht und sie wieder ein lebenswertes Leben hat, macht mir Mut und hilft meiner Psyche das alles aus zu halten.

Ich sehe mich als Opfer von Ärztepfusch.

Viele Grüße

P.

 

Guten Tag P.,

ich möchte mich gerne mit Ihnen unterhalten. Wann kann ich Sie am besten telefonisch erreichen? Bitte schicken Sie mir Ihre Telefonnummer. Nach dem BGH-Urteil sind die Chancen auf Schadenersatz für Sie erheblich gestiegen. Auch haben Sie Ansprüche gegen die Unfallkasse.

Ich möchte Sie gerne beraten.

Vielen Dank.

Ralf Zietz

Anmerkung: Nach unserer eingehenden Beratung wird P. nun durch einen Fachanwalt vertreten.  

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