21. August 2023
Unfallkassenverfahren 15 Jahre nach einer Nierenlebendspende
Sehr geehrte Damen und Herren,
ich habe vor 15 Jahren eine Niere gespendet. Ich hatte nach der Spende ein akutes Nierenversagen, zum Glück nur kurzzeitig.
Im Laufe der Jahre immer etwas eingeschränkte GFR. Seit ein paar Jahren zunehmende Belastungseinschränkung, körperlich, inzwischen auch mental.
Ich habe jetzt erst durch Zufall erfahren, dass ich eventuell Ansprüche habe aus der Unfallkasse oder einen GdB beantragen kann.
Hierzu würde ich mich gerne beraten lassen. Muss ich dazu erst Mitglied werden. Das wäre kein Problem.
Vielen Dank für ihre Rückmeldung.
Mit freundlichen Grüßen
Frau H.
Unsere Antwort:
Hallo Frau H.,
anbei sende ich Ihnen unser „druckfrisches“ Informationsblatt zum Versicherungsschutz. Hier finden Sie vorab die wichtigsten Informationen.
Eine telefonische Erstberatung kann ich Ihnen zusätzlich anbieten.
Aufgrund des zeitlichen Abstands zur Spende wird es nicht einfach, die zuständige Unfallkasse von Ihrer spendebedingten Erschöpfung zu überzeugen. Die Unfallkassen sind erfahrungsgemäß recht sperrig. Wenn Sie Gesundheitsdaten und Arztbriefe haben, die die Entwicklung dokumentieren, könnte es einen Weg geben. Dazu benötigen Sie jedoch Unterstützung. Diese erhalten Sie von uns als Mitglied des Vereins. Wir empfehlen deutlich die Hinzuziehung eines Fachanwalts für Sozialrecht, spätestens ab dem abgelehnten Widerspruch im Klageverfahren.
Für die Erstberatung wäre es gut, wenn Sie mir Ihre Nierenfunktionswerte der letzten 15 Jahre, beginnend mit den Werten vor der Spende, vorlegen könnten.
Bitte rufen Sie mich an, wenn es Ihnen passt. Mobil: 0172 2721018. Ich rufe zurück, falls Sie mich nicht erreichen. Dazu nutzen Sie bitte meine Mailbox.
Mit freundlichem Gruß
Ralf Zietz
Guten Abend Herr Zietz,
zuallererst möchte ich mich für ihren prompten Rückruf bedanken. Ich hatte tatsächlich in all den Jahren seit der Nierenspende niemals Kontakt zu anderen Nierenspendern (außer zu der anderen Spenderin im Rahmen der Crossover-Spende). Dass außer mir jemand ähnliche Erfahrungen gemacht hat (und noch dazu ebenfalls in derselben Klinik), habe ich gar nicht überlegt.
Vielen Dank für ihre Unterstützung.
Herzliche Grüße
Frau H.