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Newsletter Mai 2021 | Nr. 01/21

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Die vom Gesetzgeber bewusst streng formulierten und in § 19 Abs. 1 Nr. 1 TPG gesondert strafbewehrten Aufklärungsvorgaben sollen den potentiellen Organspender davor schützen, sich selbst einen größeren persönlichen Schaden zuzufügen; sie dienen dem „Schutz des Spenders vor sich selbst.“

Bundesgerichtshof am 29. Januar 2019 (VI ZR 495/16 und VI ZR 318/17)

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Themenüberblick

  • Interessengemeinschaft Nierenlebendspende e. V. zum Organspendepreis 2021 nominiert
  • Digitales Symposium zur Lebendorganspende des Bundesministeriums für Gesundheit am 29.06.2021
  • Kognitive Einschränkungen schon bei moderater Niereninsuffizienz
  • Hodenschmerzen nach Nierenlebendspende häufiger als erwartet
  • Impfschutz von Transplantierten nach Erstimpfung mit mRNA-Impfstoff gering
  • Weiteres Sozialgerichtsurteil erkennt „Chronic-Fatigue-Syndrom“ als Folge einer Nierenlebendspende an
  • Risiko- und Konfliktberatung
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Veranstaltungshinweise

Organspendepreis 2021

Die Interessengemeinschaft Nierenlebendspende e. V. hat sich dieses Jahr um den Organspendepreis 2021 der „Stiftung Über Leben“ beworben. Obwohl wir mit unseren kritischen Positionen nicht zum Mainstream der bedingungslosen Organspendebefürworter gehören, wurden wir von der Jury nominiert. Diese sei von unserem großen Engagement beeindruckt. Der Preis geht an eine andere Initiative. Dennoch betrachten wir die Nominierung als Gewinn, da unser Verein im Rahmen der Preisvergabe vorgestellt wird. Die Preisvergabe findet digital am 26. Mai 2021 um 14:00 Uhr unter https://www.ueber-leben.de/organspendepreis-2021/ > statt.


„Erweiterung des Spenderkreises bei der Lebendorganspende – eine Perspektive für Deutschland?“

Digitales Symposium
Das Bundesministerium für Gesundheit (BMG) veranstaltet am Dienstag, den 29. Juni 2021, von 09:30 Uhr bis ca. 15:30 Uhr ein digitales Symposium zu o. g. Thema. Zu den Referenten gehören auch unser 1. Vorsitzender Ralf Zietz zum Thema „Gesundheitsrisiko Nierenlebendspende — Aufklärung und Evaluation aus Sicht des Spenders“, sowie unser juristischer Beirat Herr Rechtsanwalt Martin Wittke zum Thema „Spenderschutz nach SGB VII — Anspruch und Wirklichkeit“. Die Veranstaltung steht jedem Interessierten offen. Gerne können Sie die Einladung an Interessierte aus Ihrem Umfeld weiterleiten. Wir informieren darüber mit freundlicher Genehmigung des BMG. Hier geht es zum Programm und zur Anmeldung (bis 28. Juni 2021 erforderlich!) >

Wenn Sie an der Veranstaltung teilnehmen möchten, melden Sie sich bitte bis zum 28. Juni 2021 unter folgendem Link https://secure.pt-dlr.de/pt-conference/conference/Sym_Lebendspende > an.

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Wissenschaft und Forschung

Meta-Studie von 2016: Kognition bei chronischer Nierenerkrankung

Berger et al. konnten nach der Auswertung von 44 Studien mit 51.575 Teilnehmern die Auswirkungen sinkender Nierenfunktion auf die kognitive Leistungsfähigkeit zeigen.

Ab einer GFR von < 60 ml/min. ist mit Einschränkungen in folgenden Bereichen zu rechnen:
  • Orientierung und Aufmerksamkeit
  • Konzeptbildung und Vernunftentscheidung
  • Exekutivfunktion und globale Kognition
Ab einer GFR < 45 ml/min. ist mit folgenden Einschränkungen zu rechnen:
  • Sprachwerte
  • Alle o. g. Werte weiter verschlechtert
Was dies für Nierenlebendspender bedeutet lesen Sie hier >


Pinar et al.: Hodenschmerzen nach Nierenlebendspende bisher unterschätzt

Nach einer aktuellen Studie aus Frankreich, leiden ein Drittel der männlichen Nierenlebendspender im Schnitt ca. 15 Monate unter Hodenschmerzen. Ein kleinerer Teil (ca. 16 %) unter Hodenschwellungen.
Lesen Sie hier mehr >


SARS-COV-2-Studie von Boyarsky et al. aus Boston zeigt: COVID-19-Impfansprechen bei Transplantierten gering

„Die erste Dosis eines mRNA-SARS-CoV-2-Impfstoffs zeigte bei der Mehrheit der Patienten mit Organtransplantation keine nennenswertes Impfansprechen. (…) Die vorliegenden Ergebnisse mit relativ geringen Immunantworten bei Empfängern von Organtransplantaten nach der ersten Dosis von mRNA-Impfstoffen legen nahe, dass solche Patienten trotz Impfung ein höheres Risiko für COVID-19-Infektionen haben könnten. (…) Zu den Einschränkungen dieser Untersuchung zählen, dass keine seriellen Messungen nach der Impfung durchgeführt wurden und keine Kontrollgruppe ohne Immunsuppression analysiert wurde. Darüber hinaus geben die Autoren zu bedenken, dass diese Ergebnisse lediglich die Impf-Antwort nach der ersten Dosis einer 2-Dosis-Serie widerspiegeln.“

Quelle: www.aerztblatt.de >

Link zur Studie >

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Recht und Gesetz

Sozialgericht Stade: CFS als Folge einer Nierenlebendspende anerkannt.

Erneut hat ein Sozialgericht (Stade S 7 U 43/15) die chronische Erschöpfung (Fatigue-Syndrom nach Nierenlebendspende bzw. Chronic-Fatigue-Syndrom) als Unfallfolge einer Nierenlebendspende anerkannt und zusammen mit der eingetretenen Niereninsuffizienz, ebenfalls verursacht durch die Nierenentnahme, einen MdE von 40 als angemessen zugesprochen. Ganz wesentlich bei der Anerkennung ist die Auslegung des § 12a SGB VII. Hier folgt auch dieses SG, wie zuvor die SGe Karlsruhe, Köln und Speyer der von der Interessengemeinschaft Nierenlebendspende e. V. vertretenen Argumentation. Lesen Sie hier mehr >

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Beratung


“Eine Lebendspende kann mit hohen Risiken verbunden sein. (...) Eine umfassende Aufklärung ist daher umso wichtiger. Die Interessengemeinschaft Nierenlebendspende e.V. leistet dazu einen wichtigen Beitrag.”

Hermann Gröhe (Bundesgesundheitsminister von 2013 bis 2018)

Risiko- und Konfliktberatung vor Nierenlebendspende
  • Sie planen demnächst eine Niere zu spenden oder als Lebendspende zu empfangen und möchten zusätzlich zu den Informationen auf unserer Webseite ein persönliches Gespräch mit einem Spender und/oder Empfänger?
  • Sie möchten spenden und haben die medizinischen und ethischen Prüfungen und Tests durchlaufen, verspüren aber noch zusätzlichen Beratungsbedarf?
  • Sie fühlen sich zur Nierenlebendspende gedrängt?
  • Wir besprechen mit Ihnen unsere Evaluationsempfehlungen und bereiten so Ihre Entscheidung noch gründlicher vor.
Krisenberatung nach Nierenlebendspende
  • Sie sind Nierenlebendspender und leiden nun unter den Folgen des Nierenverlustes?
  • Sie benötigen konkrete Hilfestellung im Umgang mit Kranken- und Rentenversicherungen, sowie Unfallkassen und Kliniken?
  • Sie möchten uns über Ihre Erfahrungen rund um eine Nierenlebendspende berichten?

Nehmen Sie mit uns Kontakt auf:

Interessengemeinschaft Nierenlebendspende e.V.
Bundesgeschäftsstelle
Besucheradresse:
Georgenstraße 35
10117 Berlin
Telefon: 030-394 011 30
beratung@nierenlebendspende.com.
Die Vereinbarung eines persönlichen Beratungstermines ist erforderlich.

Postanschrift:
Internationales Handelszentrum Berlin
Friedrichstraße 95
Postbox 19
10117 Berlin

Auf Wunsch erfolgt das Gespräch mit Nierenlebendspendern und Psychologen in Zusammenarbeit mit der Siegmund Freud PrivatUniversität Berlin, dann in den Räumen der Universität.

Die Beratung ist kostenfrei.

Für eine medizinische Beratung stellen wir den Kontakt zu Ärzten her, die frei von persönlichen Interessen sind. Ebenso können wir fachlich versierte Rechtsanwälte für eine Rechtsberatung vermitteln.

Spenden, um unsere wichtige Aufklärungsarbeit zu unterstützen, sind willkommen.

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Pinnwand


Zuschriften
Uns erreichen laufend Zuschriften von beschädigten Nierenlebendspendern. Immer wieder erschüttert uns Berichte von Menschen, die einfach nur helfen wollten. Lesen Sie hier sehr persönliches von betroffenen Nierenlebendspendern >

Thiel: Müdigkeit tritt bei Spendern gehäuft auf!
So fing alles an. Lesen Sie hier den E-Mail-Verkehr zwischen dem renommierten Prof. Gilbet Thiel und Christiane Geuer von 2008/2009 >

Gerichtsurteile Zivilrecht zur Aufklärung
Urteile zur Aufklärung vor einer Nierenlebendspende >

Gerichtsurteile Sozialrecht
Urteile zur sozialrechtlichen Absicherung von beschädigten Nierenlebendspendern >

Hintergrund Nierenfunktion
medizinisch – medizinrechtlich – versicherungsrechtlich >

Spenderevaluation
Laden Sie sich hier unsere Empfehlungen zur Auswahl und Eignung als Nierenlebendspender runter >

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Spenden

Seit 2012 bilden wir ein starkes Gegengewicht zur völlig unzureichenden und verharmlosenden Aufklärung der Transplantationsmedizin zu den Risiken der Nierenlebendspende.

Zudem setzen wir uns für die Einlösung des durch die Politik gegebenen Versprechens ein, dass Nierenlebendspender zuverlässig sozialversicherungsrechtlich abgesichert sind.

Nicht zuletzt die Sensibilisierung der behandelnden Ärzte für die teilweise erheblichen körperlichen Probleme der Einnierigen (Spender und Nephrektomierte) ist für uns ein besonders wichtiges Anliegen.

Es profitieren deutlich mehr Menschen als unsere Vereinsmitglieder von unseren Informationen. Diese haben wir in jahrelanger Recherche zusammengetragen und aufbereitet. Teilweise unter erheblichen persönlichen Anstrengungen. Denn viele von uns leiden dauerhaft unter den Folgen des Nierenverlustes.

Wenn Sie unsere Arbeit wertschätzen und unterstützen möchten, freuen wir uns über eine Spende, egal in welcher Höhe. Eine Spendenquittung ist selbstverständlich. Wir sind als gemeinnütziger Verein vom Finanzamt für Körperschaften I in Berlin anerkannt.

Spende >

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Wir sagen:

Die Nierenlebendspende gefährdet den gesunden Spender erheblich. Darum darf sie nur sehr eingeschränkt angewendet werden.

Die Nierenlebendspende ist kein geeignetes Instrument, um die Verfügbarkeit von Organen zu steigern.


Unsere Motive, unsere Geschichte und unseren aktuellen Vorstand können Sie hier kennen lernen >


Kritik, Anregungen, Feedback an kontakt@nierenlebendspende.com

Impressum:

Domaininhaber und -betreiber von www.nierenlebendspende.com
Interessengemeinschaft Nierenlebendspende e. V.
1. Vorsitzender: Ralf Zietz

Bundesgeschäftsstelle:
Georgenstraße 35
10117 Berlin
Tel.: +49 (0) 30 - 394 011 30
Email: kontakt@nierenlebendspende.com
Internet: www.nierenlebendspende.com

Amtsgericht Charlottenburg VR 36791 B

Postanschrift:
Interessengemeinschaft Nierenlebendspende e. V.
Internationales Handelszentrum Berlin
Friedrichstraße 95
Postbox Nr. 19
10117 Berlin

Der Verein ist vom Finanzamt für Körperschaften I in Berlin unter der Steuer-Nr. 27/668/60255 als gemeinnützig anerkannt und berechtigt entsprechende Spendenbescheinigungen auszustellen.





Förderung durch die „GKV-Gemeinschaftsförderung Selbsthilfe auf Bundesebene“

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