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Newsletter August 2020 | Nr. 01/20

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Die vom Gesetzgeber bewusst streng formulierten und in § 19 Abs. 1 Nr. 1 TPG gesondert strafbewehrten Aufklärungsvorgaben sollen den potentiellen Organspender davor schützen, sich selbst einen größeren persönlichen Schaden zuzufügen; sie dienen dem „Schutz des Spenders vor sich selbst.“

Bundesgerichtshof am 29. Januar 2019 (VI ZR 495/16 und VI ZR 318/17)

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In eigener Sache

Wir sind umgezogen!

Ab sofort finden Sie unsere Bundesgeschäftsstelle im Herzen von Berlin, direkt am Bahnhof Friedrichstraße. So sind wir für Sie nach Terminvereinbarung optimal für einen persönlichen Kontakt erreichbar. Von hier aus organisieren wir unsere Aufklärungsarbeit und unsere Hilfsleistungen für Ihre unterschiedlichen Verfahren bei Gerichten, Unfall- und Krankenkassen sowie Rentenversicherungsträgern.

Besucheradresse:
Georgenstraße 35
10117 Berlin
Telefon: 030-394 011 30
beratung@nierenlebendspende.com.

Postanschrift:
Internationales Handelszentrum Berlin
Friedrichstraße 95
Postbox 19
10117 Berlin

Wir beraten und helfen gerne!

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Recht und Gesetz

Sozialrecht - Artikel: Gesetzliche Unfallkassen - Arbeitsunfall Nierenlebendspende

In der Ausgabe NZS Heft 15/2020 – Neue Zeitschrift für Sozialrecht - aus dem Beck-Verlag ist der Artikel „Arbeitsunfall Nierenlebendspende“ von unserem Beirat Herrn Rechtsanwalt Martin Wittke, Fachanwalt für Medizin-, Sozial- und Versicherungsrecht erschienen.

Brilliant weist der Autor anhand der Rechtslage nach, dass die Beweislast dafür, dass der Gesundheitsschaden notwendige Folge der Spende und damit nicht vom Versicherungsschutz erfasst ist, bei der gesetzlichen Unfallkasse liegt. Im Umkehrschluss bedeutet dies, dass ein nach der Spende eingetretener nicht notwendiger Gesundheitsschaden gem. § 12 a SGB VII immer vom Versicherungsschutz gedeckt ist, es sei denn, der Unfallkasse gelingt es nachzuweisen, dass es dafür ausschließlich andere Ursachen gibt.

Der Artikel kann beim Verlag Beck für 7,00 € online bezogen werden.

Lesen Sie hier mehr >


Sozialrecht - Urteil: Fatigue nach Nierenlebendspende

Das Sozialgericht Karlsruhe hat in einem Verfahren einer Nierenlebendspenderin gegen die Unfallkasse NRW (Az.: S 8 U 2076/16) ein eindeutiges Urteil zu Gunsten der schwer beschädigten Klägerin gefällt:

Das CFS (Chronik Fatigue Syndrom) der Klägerin ist als Spätfolge durch die Lebendnierenspende vom XX.XX.2007 verursacht worden, da die Organspende aufgrund der Vermutungsregelung des § 12 a Abs. 1 Satz 2 SGB VII als ursächlich für die Entwicklung des CFS anzusehen ist.

Wenn man das Urteil aufmerksam liest, dann fällt auf, wie dünn die Argumentation der Unfallkasse ist. Sie stützt sich allein auf eine „beratungsärztliche“ Stellungnahme einer von der Unfallkasse bezahlten „unabhängigen“ Medizinerin, die sich gegen mehrere Fachgutachter stellt, die den Zusammenhang des „Fatigue-Syndroms“ mit dem Nierenverlust bestätigen.

Gegen das Urteil hat die Unfallkasse NRW, wie zu erwarten, Berufung eingelegt.

Lesen Sie hier mehr >


Zivilrecht – Neues BGH-Urteil: Fehlerhafte Aufklärung vor Leberlebendspende

Der Bundesgerichtshof bestätigt eindrucksvoll die Grundsatzurteile vom 29.01.2019. Diesmal ging es um eine abgebrochene Leberlebendspende (VI ZR 415/18).

Leitsatz:

Der Einwand, der unter Verstoß gegen § 8 Abs. 2 Satz 1 und 2 TPG inhaltlich nicht ordnungsgemäß aufgeklärte Lebendorganspender wäre auch im Falle ordnungsgemäßer Aufklärung mit der Organentnahme einverstanden gewesen (Einwand des rechtmäßigen Alternativverhaltens), ist nicht beachtlich, weil dies dem Schutzzweck der gesteigerten Aufklärungsanforderungen des § 8 TPG widerspräche (Bestätigung Senatsurteil vom 29. Januar 2019 -VI ZR 495/16, NJW 2019, 1076 Rn. 40 ff.). BGH, Urteil vom 11. Februar 2020 -VI ZR 415/18.

Hier geht’s zum Urteil >

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Wissenschaft und Forschung

Studie aus 2016 unter Beteiligung von Medizinern aus sechs deutschen Kliniken bestätigt:

Bis zu 17 % der Nierenlebendspender leiden nach der Spende am "Fatigue-Syndrom“.

Diese Studie vergleicht die Folgen bei Nierenlebendspendern zwischen den zwei Operationsmethoden "laparoskopisch" und "offen". Hierbei zeigen sich Unterschiede in der Lebensqualität nach der Spende, insbesondere beim "Fatigue-Syndrom". Bemerkenswert ist, dass diese Studie unter Beteiligung mehrerer deutscher Kliniken das mögliche Auftreten des Fatigue-Syndroms anerkennt.

Wir haben die für uns wichtigsten Passagen wie folgt übersetzt >

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Beratung


“Eine Lebendspende kann mit hohen Risiken verbunden sein. (...) Eine umfassende Aufklärung ist daher umso wichtiger. Die Interessengemeinschaft Nierenlebendspende e.V. leistet dazu einen wichtigen Beitrag.”

Hermann Gröhe (Bundesgesundheitsminister von 2013 bis 2018)

Risiko- und Konfliktberatung vor einer Nierenlebendspende
  • Sie stehen vor der Entscheidung demnächst eine Niere zu spenden und möchten zusätzlich zu den Informationen auf unserer Webseite ein persönliches Gespräch mit einem Spender?
  • Sie möchten spenden und haben die medizinischen und ethischen Prüfungen und Tests durchlaufen, verspüren aber noch zusätzlichen Beratungsbedarf?
  • Sie fühlen sich zur Nierenlebendspende gedrängt?
  • Wir besprechen mit Ihnen unsere Evaluationsempfehlungen und bereiten so Ihre Entscheidung noch gründlicher vor.
Reaktionsberatung nach einer Nierenlebendspende
  • Sie sind Nierenlebendspender und leiden nun unter den Folgen des Nierenverlustes?
  • Sie benötigen konkrete rechtliche Hilfestellung im Umgang mit Renten-, Kranken- und Unfallkassen, sowie Kliniken?
  • Sie möchten uns über Ihre Erfahrungen rund um eine Nierenlebendspende berichten?

Nehmen Sie mit uns Kontakt auf:

Interessengemeinschaft Nierenlebendspende e.V.
Bundesgeschäftsstelle
Besucheradresse:
Georgenstraße 35
10117 Berlin
Telefon: 030-394 011 30
beratung@nierenlebendspende.com.
Die Vereinbarung eines persönlichen Beratungstermines ist erforderlich.

Postanschrift:
Internationales Handelszentrum Berlin
Friedrichstraße 95
Postbox 19
10117 Berlin

Auf Wunsch erfolgt das Gespräch mit Nierenlebendspendern und Psychologen in Zusammenarbeit mit der Siegmund Freud PrivatUniversität Berlin, dann in den Räumen der Universität.

Die Beratung ist kostenfrei.

Für eine medizinische Beratung stellen wir den Kontakt zu Ärzten her, die frei von persönlichen Interessen sind. Ebenso können wir fachlich versierte Rechtsanwälte für eine Rechtsberatung vermitteln.

Spenden, um unsere wichtige Aufklärungsarbeit zu unterstützen, sind willkommen.

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Pinnwand


Zuschriften
Uns erreichen laufend Zuschriften von beschädigten Nierenlebendspendern. Immer wieder erschüttert uns Berichte von Menschen, die einfach nur helfen wollten. Lesen Sie hier sehr persönliches von betroffenen Nierenlebendspendern >

Thiel: Müdigkeit tritt bei Spendern gehäuft auf!
So fing alles an. Lesen Sie hier den E-Mail-Verkehr zwischen dem renommierten Prof. Gilbet Thiel und Christiane Geuer von 2008/2009 >

Gerichtsurteile Zivilrecht zur Aufklärung
Urteile zur Aufklärung vor einer Nierenlebendspende >

Gerichtsurteile Sozialrecht
Urteile zur sozialrechtlichen Absicherung von beschädigten Nierenlebendspendern >

Hintergrund Nierenfunktion
medizinisch – medizinrechtlich – versicherungsrechtlich >

Spenderevaluation
Laden Sie sich hier unsere Empfehlungen zur Auswahl und Eignung als Nierenlebendspender runter >

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Spenden

Seit 2012 bilden wir ein starkes Gegengewicht zur völlig unzureichenden und verharmlosenden Aufklärung der Transplantationsmedizin zu den Risiken der Nierenlebendspende.

Zudem setzen wir uns für die Einlösung des durch die Politik gegebenen Versprechens ein, dass Nierenlebendspender zuverlässig sozialversicherungsrechtlich abgesichert sind.

Nicht zuletzt die Sensibilisierung der behandelnden Ärzte für die teilweise erheblichen körperlichen Probleme der Einnierigen (Spender und Nephrektomierte) ist für uns ein besonders wichtiges Anliegen.

Es profitieren deutlich mehr Menschen als unsere Vereinsmitglieder von unseren Informationen. Diese haben wir in jahrelanger Recherche zusammengetragen und aufbereitet. Teilweise unter erheblichen persönlichen Anstrengungen. Denn viele von uns leiden dauerhaft unter den Folgen des Nierenverlustes.

Wenn Sie unsere Arbeit wertschätzen und unterstützen möchten, freuen wir uns über eine Spende, egal in welcher Höhe. Eine Spendenquittung ist selbstverständlich. Wir sind als gemeinnütziger Verein vom Finanzamt für Körperschaften I in Berlin anerkannt.

Spende >

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Wir sagen:

Die Nierenlebendspende gefährdet den gesunden Spender erheblich. Darum darf sie nur sehr eingeschränkt angewendet werden.

Die Nierenlebendspende ist kein geeignetes Instrument, um die Verfügbarkeit von Organen zu steigern.


Unsere Motive, unsere Geschichte und unseren aktuellen Vorstand können Sie hier kennen lernen >


Kritik, Anregungen, Feedback an kontakt@nierenlebendspende.com

Impressum:

Domaininhaber und -betreiber von www.nierenlebendspende.com
Interessengemeinschaft Nierenlebendspende e. V.
1. Vorsitzender: Ralf Zietz

Bundesgeschäftsstelle:
Georgenstraße 35
10117 Berlin
Tel.: +49 (0) 30 - 394 011 30
Email: kontakt@nierenlebendspende.com
Internet: www.nierenlebendspende.com

Amtsgericht Charlottenburg VR 36791 B

Postanschrift:
Interessengemeinschaft Nierenlebendspende e. V.
Internationales Handelszentrum Berlin
Friedrichstraße 95
Postbox Nr. 19
10117 Berlin

Der Verein ist vom Finanzamt für Körperschaften I in Berlin unter der Steuer-Nr. 27/668/60255 als gemeinnützig anerkannt und berechtigt entsprechende Spendenbescheinigungen auszustellen.





Förderung durch die „GKV-Gemeinschaftsförderung Selbsthilfe auf Bundesebene“

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