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Die Zukunft der Nierenlebendspende
– so sollte es sein

Die Entscheidung zur Spende erfolgt ohne Druck

Ein nachweislich gesunder Mensch entscheidet sich einem ihm nahestehenden nierenkranken Menschen zu helfen. Er tut dies aus freiem Willen, in fester Überzeugung für den ihm nahestehenden kranken Menschen etwas Gutes zu tun.


Er spendet ihm eine seiner gesunden Nieren. Dieser Spender ist umfassend über die ihm widerfahrenen gesundheitlichen Nachteile und Einschränkungen aufgeklärt. Er weiß, dass er für seine Hilfe einen Preis bezahlen könnte, den er noch nicht genau kennt. Er weiß, dass er entweder sofort, später oder auch niemals Beeinträchtigungen spüren wird. Und er weiß, dass auf Grund des Verlustes einer Niere hormonelle und immunologische Veränderungen seinen Körper zukünftig beeinflussen können, die u. a. zu einer höheren Anfälligkeit für Gefäßerkrankungen führen können und die möglicherweise seine Lebenserwartung verkürzen.


Trotz dieses Wissens hat er sich frei von emotionalem Druck, frei von äußeren Einflüssen für die Spende entschieden. Er ist bereit aus tiefer Verbundenheit mit dem Empfänger diesen Schritt zu gehen. Der Spender ist sich über die Risiken für seine eigene Gesundheit bewusst.


Bei seiner Entscheidung wird er von Medizinern begleitet, die ihn umfassend, wertneutral und ohne Beachtung wirtschaftlicher Zielsetzung von Klinikleitung oder Krankenkassen über die Konsequenzen einer Spende aufklären.


Nach abschließender Evaluation, die sowohl medizinische, als auch soziale Komponenten prüft, spricht der potentielle Spender allein mit einem unabhängigen Ombudsmann oder einer unabhängigen Ombudsstelle über die Ergebnisse und erhält dort eine Beratung zur Entscheidung.

Es besteht umfassender medizinischer
und versorgungsrechtlicher Schutz

Der Lebendspender ist versicherungs- und versorgungsrechtlich abgesichert und hat vor und nach der Spende Zugang zu allen Mitteln des Gesundheits- und Renten- systems (einschließlich obligatorischer AHB / REHA), um die möglichen und tatsächlichen Folgen für ihn abzumildern und erträglich zu machen. Er hat auf Grund des Verlustes einer Niere als versorgungsrechtlich behinderter Mensch die Garantie auf eine lebenslange medizinische Betreuung, die ihn genau wie den Empfänger seiner Spende als Patienten sieht und betreut.

Auch eine Entscheidung gegen die Spende ist zu akzeptieren

Entscheidet sich ein gesunder Mensch nach Abwägung sämtlicher Risiken und Nutzen gegen eine Lebendnierenspende ist dies von allen Beteiligten, den Empfängern, der Familie, den Freunden und den Medizinern zu akzeptieren und zu respektieren. Kein möglicher Spender wird sich seine Entscheidung leicht machen.


Auf dem Weg zur Entscheidung ist der enge inhaltliche Austausch mit dem möglichen Empfänger geboten. Nur im Verhältnis untereinander und dem gemeinsamen, aber letzendlich eigenem Ermessen der Risiken und des Nutzens von Spender und Empfänger ist eine Entscheidung für oder gegen eine Spende vertretbar. Auch eine Entscheidung gegen eine Spende, ist eine Entscheidung für die Gesundheit, nämlich die Eigene. Auch dies kann für den nierenkranken Partner / Verwandten / Freund die richtige Entscheidung sein, da ein erkrankter Spender möglicherweise emotionalen und ggf. sogar wirtschaftlichen Druck für den Empfänger bedeuten kann, falls der Spender im letzteren Fall der Ernährer der Familie ist.

 

Denn: Die Gesundheit eines gesunden Menschen ist zu schützen. Daher steht bei der Lebendspende der Spender an erster Stelle.

 

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