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Lexikon

Stichwortverzeichnis Laborwerte

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Aminosäuren
Aminosäuren sind Eiweißbausteine sog. Grundbausteine des Lebens. Aminosäuren sind Säuren, aus denen Proteine, also z.B. alle möglichen Enzyme im Körper gebildet werden. Durch das Fehlen einer Niere kann es zu Unregelmäßigkeiten im Aminosäurenhaushalt mit starken somatischen Folgen kommen.


ATP
Photosynthese ATP (Glucose + Sauerstoff) Adenosintriphosphat (ATP) ist ein körpereigenes energiereiches Phosphat. Notwendig für den Energiestoffwechsel der Muskeln. Bei den beobachteten fatigueartigen Symptomen nach Nierenlebendspende beim Spender sind zu niedrige ATP-Werte als Mitursache verantwortlich. Dies wurde bei einigen Spendern geprüft und nachgewiesen! Beim Chronik Fatigue Syndrom ist eine Erniedrigung des ATP ebenfalls typisch.

Cystain C
Der Nierenwert Cystatin C zeigt eine relativ konstante Produktion im Körper, daher ist die Konzentration im Blut ausschließlich von der glomerulären Filtrationsleistung der Niere abhängig. Cystatin C eignet sich besser als Kraetinin zur Abschätzung einer Nierenunterfunktion im sog. „Kreatinin-Blinden-Bereich“. Die Normalwerte im Blut beim Menschen liegen zwischen 0,53 und 0,95 mg/l. Erhöhte Werte finden sich bei eingeschränkter glomerulärer Filtrationsrate (GFR). Bestehen Sie als Nierenlebendspender auf die Messung von Cystatin C.

Ebstein-Barr-Virus (EBV)

Ab dem 40. Lebensjahr sind über 90 % der Menschen mit den Ebstein-Barr-Virus infiziert. Regelmäßig reicht das Immunsystem eines gesunden Menschen aus, den Virus lebenslang an einem Ausbruch zu hindern. Ist das Immunsystem jedoch geschwächt, z. B. nach einer Nephrektomie, kann es zum Ausbruch (Pfeiffersches Drüsenfieber) bzw. chronischem Krankheitsverlauf kommen. Aufgrund der Symptome beim chronischen Verlauf wird es z. B. bei Forschungen an der Berliner Charite mit der Myalgische Enzephalomyelitis (ME, auch Chronisches Fatigue Syndrom, CFS) in Verbindung gebracht. Dies ist ein Erklärungsansatz für die Symptome, die bei zahlreichen Nierenlebendspendern beobachtet werden. Gesichert ist der Zusammenhang schulmedizinisch jedoch nicht. Potentielle Spender sollten darauf achten, dass sie vor der Spende virologisch untersucht werden. Nach der Spende ist auf ein stabiles Immunsystem zu achten.

Mehr Infos:

Wikipedia

ebstein-barr-virus24.de

 

Eiweißurinie
Eiweiß, auch Albumin oder Protein genannt, im Urin ist nicht unbedingt ein Krankheitszeichen, denn auch bei Gesunden kommt es gelegentlich vor, beispielsweise nach großer körperlicher Belastung. Es kann aber auch ein Hinweis auf Gefäßschäden (d.h. krankhaft veränderte Blutgefäße mit einem erhöhten Herzinfarkt-/Schlaganfall-Risiko) und eine ernst zu nehmende Nierenerkrankung/Nierenschädigung sein.


EPO
Erythropoetin ist ein Hormon, das als Wachstumsfaktor für die Bildung roter Blutkörperchen (Erythrozyten) verantwortlich ist. Als Therapeutikum vorwiegend bei der Behandlung der Blutarmut von Dialysepatienten, bei denen die Blutbildung infolge eines Nierenversagens gestört ist, und nach aggressiven Chemotherapiezyklen eingesetzt. Bekannt auch durch Dopingfälle im Profisport Bereich.

Faktor VIII

Antihämophiles Globulin A, Faktor VIII, Faktor 8 ist ein Alpha-2-Globulin mit geringer Stabilität. Sein Syntheseort ist nicht gesichert, wahrscheinlich Endothelzellen.

 

Werte von über 150 % bedeuten eine um das vier- bis sechsfache erhöhtes Thromboserisiko.

 

Faktor VIII kann als akutes Phasenprotein bei vielen Erkrankungen und in vielen Situationen um ein Vielfaches des individuellen Normalwerts erhöht sein.

 

Folgende Ursachen für eine Erhöhung des Faktor VIII werden genannt:

  • Schwangerschaft
  • Leberversagen
  • Leberzirrhose
  • Nierenfunktionseinschränkung
  • körperlicher Streß
  • Tumorerkrankungen
  • Entzündungen
  • Rezidivierende Venenthrombosen
  • Thrombophilie
  • Niereninsuffizienz
  • nach Myokardinfarkt
  • physischer und psychischer Stress
  • Akute-Phase-Reaktion

 

Vor der Nierenlebendspende ist sicher zu stellen, dass der potentielle Spender keine erhöhten Werte Faktor VIII hat. Dennoch ist nach der Spende durch die möglicherweise eintretende Nierenfunktionsstörung mit einer Erhöhung zu rechnen in deren Folge es zu Thrombosen kommen kann. Dies wurde bei erkrankten Spendern beobachtet. Eine Behandlung des erhöhten Faktor VIII ist nicht möglich, so dass der Nierenlebendspender u. U. mit stark erhöhtem Thromboserisiko lebt.

 

Weitere Informationen:

 

Charite Berlin

Carl-Thiem-Klinikum Cottbus

AOK

GFR 
Abk. für glomeruläre Filtrationsrate. Das Volumen des Glomerulumfiltrats pro Zeiteinheit, d.h. der Anteil des Blutvolumens, der pro Zeiteinheit in der Niere gereinigt wird. Es gibt unterschiedliche Formeln die bei der Ermittlung der GFR verwendet werden. Für Spender wird die sog. MDRD Formel empfohlen. („The Performance of Three Serum Creatinine-Based Formulas in Estimating GFR in Former Kidney Donors“, Ibrahim et all, American Journal of Transplantation 2006; 6: 1479–1485). Zur eigenen Berechnung siehe hier.
Normale Clearance-Werte liegen zwischen etwa 90 bis 120 Milliliter pro Minute (ml/min).
Was bedeutet eine Senkung der Clearance/GFR? Die Senkung der Clearance-Werte zeigt eindeutig das Nachlassen der Nierenfunktion. Wird nicht behandelt, schreitet beim erkrankten Menschen die chronische Nierenerkrankung in der Regel "automatisch" fort. Pro Jahr kann dann die Klärfähigkeit um mehr als 10ml/min abnehmen. Dies kann durch gute Behandlung auf wenige ml/min jährlich verzögert werden (z.B. Blutdrucksenkung auf unter 130/80 mmHg). 
Beim Nierenlebendspender führt eine dauerhaft erniedrigte gloerulare Filtrationsrate ebenfalls zu typischen Erscheinungen einer chronischen Niereninsuffizienz, wie z. B. chronische Müdigkeit und Leistungsminderung, erhöhte Homocysteinwerte und absinkenden Vitamin D Werte im Blut mit den entsprechenden Folgen.
Der Begriff der chronische Nierenkrankheit ist in der Kidney Disease Outcomes Quality Initiative (KDOQI) definiert. Diese Definition hat sich mittlerweile weltweit durchgesetzt, obgleich es Kritik an ihr gibt. Siehe auch Wikipedia: Chronisches Nierenversagen.

Clearance ml/min

Stadium der Nierenschädigung mit

> 90

normaler oder erhöhter GFR

60-89

geringgradiger Funktionsverlust

Zusätzlich: Bestimmung des Fortschreitens

30-59

mittelgradiger Funktionsverlust

ab hier auch ohne Nierenschädigung! Achtung nach Nierenlebendspende! Zusätzlich: Bestimmung und Behandlung von Komplikationen (erste Symptome wie Müdigkeit und Leistungsminderung)

15-29

schwerer Funktionsverlust

Zusätzlich: Vorbereitung auf die Nierenersatz-Therapie (Dialyse-Verfahren, Transplantation)

< 15

Nierenversagen

Bei URÄMIE Nierenersatztherapie



Glomeruli
Nierenkörperchen (Glomeruli). Das sind winzige Filterapparate, die Ihr Blut waschen und Ausscheidungsstoffe aussortieren. In ihnen wird das Blut gesiebt, Zellen und Eiweiße bleiben im Filtersystem hängen, wichtige Stoffe wie Natrium oder Kalium werden wieder in den Blutkreislauf eingespeist, ebenso das meiste Wasser. Übrig bleibt der Harn mit den Stoffen, die tatsächlich entsorgt werden müssen.

Harnstoff
Endprodukt des  Protein Aminosäuren Stoffwechsels. Beim Aminosäureabbau  entsteht Ammoniak, er wirkt giftig auf die Zelle, um zu hohen Ammoniakkonzentration entgegenzuwirken, wird dieses über den Harnstoffzyklus in den ungiftigen Harnstoff umgewandelt und über die Nieren ausgeschieden. Er ist nicht mit Harnsäure zu verwechseln. Eine hohe Proteinzufuhr führt auch schon bei normaler Nierenfunktion zu erhöhten Harnstoffwerten, was ihn zu einem schlechten Nierenparameter macht. Bei (prä-)terminaler Niereninsuffizienz ist die Harnstoffkonzentration im Serum aber besser geeignet, den Schweregrad der Urämie abzuschätzen, als die Serumkreatininkonzentration.


Harnsäure
Endprodukt des Nucleinsäureabbaus. Die Salze der Harnsäure heißen Urate. Harnsäure ist das endgültige Abbauprodukt der Purinnukleotide und wird zu etwa 75% renal, also über die Niere, ausgeschieden. Daneben erfolgt auch eine Elimination über SpeichelSchweiß und über den Darm. Die tägliche Ausscheidung beträgt bis zu 1 g. Unter bestimmten Bedingungen kann es zum erhöhten Anfall von Harnsäure im Organismus kommen. Der häufigste Grund ist eine unzureichende Harnsäureausscheidung über die Nieren. 


HCY = Homocystein 
Homocystein
 ist ein schwefelsäurehaltiges Zellgift. Es ist im Stoffwechsel ein Zwischenprodukt des Ein-Kohlenstofftransfers und entsteht durch S-Demethylierung von L-Methionin als Methyldonor. Erhöhte Blutwerte für Homocystein können eine Schädigung der Blutgefäße zur Folge haben. Es steht auch in engem Zusammenhang mit Depressionen und Demenzerkrankungen im Alter. Homocystein wird überwiegend über die Nieren und die Leber verstoffwechselt, es kann daher bei Spendern zu einem Anstieg des Homocysteinspiegels im Blut kommen. Siehe auch „Homocystein“.

Insulinresistenz


Insulinresistenz = vermindertes Ansprechen der Zellen des menschlichen Körpers auf das Hormon Insulin. Vor allem die Muskulatur, die Leber und das Fettgewebe reagieren weniger empfindlich gegenüber dem Hormon Insulin.

Es kommt zu einem Missverhältnis von Energiezufuhr und Energieverbrauch und steigert die Konzentration an freien Fettsäuren im Blut, was wiederum die Glukoseverwertung im Muskel- und Fettgewebe stört. Diese Verwertungsstörung der Glukose charakterisiert die Insulinresistenz.  Das Insulin als adipogener Faktor steigert noch das Übergewicht, der Mensch nimmt weiter an Gewicht zu. Die Insulinresistenz entsteht u.a. durch erhöhte Serumspiegel von Wachstumshormonen, Glucagon oder PTH oder durch erniedrigte Serumspiegel an 1,25 (OH)2D3 (Vitamin D3) und steht damit in unmittelbaren Zusammenhang mit einer Niereninsuffizienz, auch nach Nierenlebendspende. Hier liegt auch eine Ursache in der häufig bei Spendern beobachteten Gewichtszunahme.



Achtung! Auch bei normalen nüchternen Blutzuckerwerten kann eine Insulinressistenz bestehen!

Knochenstoffwechsel
Beim gesunden Menschen werden die in einem gesunden Körper notwendigen Konzentrationen an Kalzium und Phosphat durch fein abgestimmte Mechanismen in der Balance gehalten. Enorm wichtig für das Gleichgewicht ist das Knochendepot, indem der größte Teil des Kalziums und des Phosphates eingelagert ist. Durch einen permanenten dynamischen Knochenumbau stehen beide Mineralien dem Körper ständig zur Verfügung. Weitere Einflussfaktoren sind das Vitamin D der Niere und das sogenannte Parathormon (PTH) aus den Nebenschilddrüsen. Durch Wechselwirkungen kann der Körper das Mineralgleichgewicht und einen normalen Knochenstoffwechsel trotz unterschiedlicher Phosphat und Kalziumzufuhr aufrechterhalten.

Die Kalzium-Konzentration im Blut beeinflusst die PTH-Abgabe aus der Nebenschilddrüse direkt: wenig Kalzium steigert die PTH-Konzentration und somit die Kalziumfreigabe aus den Knochen, gleichzeitig wird die Kalzium-Ausscheidung der Niere gehemmt. Weiterhin führt eine hohe PTH zu einer Steigerung der Vitamin D-Bildung in der Niere, die wiederum eine vermehrte Kalziumaufnahme im Darm stimuliert. Das Ergebnis dieses Zusammenspiels ist ein Anstieg der Kalziumkonzentration im Blut. Dies wiederum senkt den PTH-Spiegel. So kontrolliert das PTH die Verfügbarkeit des Kalziums im Blut. Bei gesunden Nieren wird das Kalzium- und Phosphat-Gleichgewicht mit der Ausscheidung durch die Niere, durch die Aufnahme über die Nährstoffe oder durch die Speicherung im Knochendepot aufrechterhalten. Bei nierenkranken Patienten und dazu zählen wir Nierenlebendspender mit einer GFR unter 60, kann die Aufgabe nur sehr unzureichend erfüllt werden. Weitere Informationen finden Sie hier.


Kreatinin 
Kreatinin ist ein wichtiger Nierenretentionsparameter in der Labormedizin. Die Ausscheidung mit dem Urin erfolgt mit einer relativ konstanten Rate pro 24 h. Die Ausscheidungsrate ist jedoch eine individuelle Konstante, insbesondere abhängig von der Muskelmasse und Alter, und somit medizinisch eher zur Verlaufskontrolle geeignet. Allein ist Kreatinin zur Bestimmung der Nierenfunktion nicht geeignet, siehe hier. Deshalb müssen Nierenlebendspender auf weiterführende Diagnostik zur Bestimmung der Nierenfunktion bestehen. Selbst wenn der Kreatin-Wert als "normal" eingestuft wird, kann es eine Nierenunterfunktion (mit entsprechenden Symptomen) geben. Man spricht auch vom "kreatininblinden Bereich". Mehr Infos auch hier.


Kreatinin-Clearance 
ist das gebräuchlichste klinische Clearance-Verfahren zur Beurteilung der Nierenfunktion. Sie erlaubt unter Berücksichtigung möglicher Verfälschungen einen relativ genauen Rückschluss auf die glomeruläre Filtrationsrate.

Lipase
Verdauungsferment (Enzym), das Fette (Lipide) abbaut

Die Lipase wird in den Drüsenzellen der Bauchspeicheldrüse gebildet (Pankreaslipase). Im Zuge der Verdauung wird sie über den Ductus pancreaticus (Bauchspeicheldrüsengang), der direkt oder indirekt in den Zwölffingerdarm mündet, abgegeben. Im Zusammenwirken mit den Gallensäuren und einem Koenzym (der Kolipase) vermag die Lipase die Fette der Nahrung in Glycerin und Fettsäuren aufzuspalten. Normalerweise gelangen nur Spuren von Lipase ins Blut. 

Die Lipase wird zwar normalerweise nicht im Harn ausgeschieden aber vollständig glomerulär in den Nieren filtriert und dann komplett rückresorbiert und abgebaut. Nierenversagen kann daher zu leichten Lipaseanstiegen führen. Somit zeigen erhöhte Lipasewerte bei Nierenlebendspendern zusätzlich zu den sonstigen Werten eine bestehende Niereninsuffizienz an.

Nebennieren
zwei kleine Drüsen die oben auf der Niere sitzen und für die Bildung zahlreicher notwendiger Hormone verantwortlich sind. Bei einer Nephrektomie, kann es vorkommen, dass die Nebenniere verletzt oder deren Funktion beeinträchtigt wird.


Adrenal Fatigue (Nebennierenschwäche) ist ein Zustand erschöpfter Nebennieren. Daraus resultiert eine zu geringe Produktion an Hormonen und dadurch eine geringe metabolische Energie (Erschöpfung, Burnout, etc.). Vor allem das Stresshormon Cortisol steht hierbei im Vordergrund, aber auch Adrenalin und Noradrenalin werden von den Nebennieren produziert. Auch Patienten mit einer Schilddrüsenunterfunktion (Hypothyreose) können unter zu schwachen Nebennieren leiden, da sich beide Organe mit ihrem Stoffwechsel gegenseitig beeinflussen. Mit einer adäquaten Unterstützung des Organismus ist es möglich die Organe zu regenerieren. Erschöpfte Nebennieren können folgende Symptome auslösen:

  • niedriger Blutzucker / Hypoglykämie , chronische Müdigkeit  / Energiemangel, geringe Stresstoleranz, niedrige Körpertemperatur / Frieren
  • Gehirnnebel / schlechte Konzentration, Aufmerksamkeit und Gedächtnis, geringe Energie / Müdigkeit, Depressionen / Ängstlichkeit
  • Bindegewebsschwäche / schlechte Wundheilung, Immunstörungen / Allergien / wiederkehrende Infektionen, nicht Zunehmen oder nicht Abnehmen können
  • geringe Libido, Chronisches Erschöpfungssyndrom / Müdigkeitssyndrom (Chronic Fatigue Syndrome), Verdauungsstörungen
  • Reaktion auf Inhalantien, Schwindel bei schnellem Aufstehen, starke morgendliche Anlaufschwierigkeiten, Verlangen nach salzigen, fetten oder proteinreichen Lebensmitteln (Käse, Fleisch), benötigt Kaffee oder Stimulantien um Morgens in Gang zu kommen, Energiemangel am Morgen und Nachmittags (15-17 Uhr), kurzzeitige Besserung nach Mahlzeiten, Besserung wenn Stress nachläßt, z.B. Urlaub, Tendenz zum Zittern unter Druck

Schilddrüsenfunktion und Niere
Freie Schilddrüsenhormone werden glomerulär filtriert. Da der allergrößte Teil der Schilddrüsenhormone proteingebunden ist, erfolgt  die Ausscheidung von unverändertem Schilddrüsenhormo. Beim nephrotischen Syndrom gehen relevante Hormonmengen über den Harn verloren. 
Jodstoffwechsel: Auch die Elimination anorganischen Jods erfolgt überwiegend renal(Abb. 3) [Boyage SC, J Clin Endo Metab 77:587-591, 1993], sodass das anorganische Jodid in Plasma und Schilddrüse bei Niereninsuffizienz gewöhnlich erhöht ist [Beckers C, J Clin Endocrinol Metab 29:93-96, 1969]. 
Schilddrüsenhormone bewirken durch Änderungen der Hämodynamik (Abnahme des peripheren Gefäßwiderstandes, erhöhtes Herzzeitvolumen) eine Veränderung der GFR und des renalen Blutflusses (Abb. 3) [nach Klein IL pp 559-568 in: Werner & Ingbar´s The Thyroid Braverman, Utiger Eds. Ninth Ed. 2005]. Beim Menschen ist eine Hypothyreose mit einer Abnahme der GFR (bzw. einem Kreatininanstieg) assoziiert, die Nierenfunktionseinschränkung korreliert mit der Schwere der Hypothyreose [den Hollander JG, Clin Endocrinol 62:423-427, 2005; Kreisman SH, Arch Intern Med 159:79-82, 1999]. Umgekehrt sind bei der Hyperthyreose durch die systemischen Faktoren die GFR, der renale Plasmafluss und sowohl die tubulären reabsorptiven als auch die sekretorischen Kapazitäten erhöht [Ford RV, J Clin Endo Metab 21:548-553; 1961; Handley DA, Proc Fed Am Soc Exp Biol 9:281-282; 1950]. 
Wie Abb. 3 zeigt, modulieren auch lokale (tubuläre) T3-Effekte die systemischen Wirkungen auf die Nierenfunktion. Die Aktivierung des Renin-Angiotensin-Aldosteronsystems durch T3 erhöht das zirkulierende Volumen durch erhöhte Renin- und Angiotensinogen-Synthese, bei Hypothyreose ist die Situation umgekehrt [Danzi S, Curr Hypertens Rep 5:513-520, 2003].

TSH-Wert
Für die Beurteilung der Schilddrüsenfunktionslage ist die Untersuchung des TSH Wert notwendig.
Hypothyreose = Schilddrüsenunterfunktion. Bei Werten über 2,5 geht man inzwischen von einer beginnenden Hypothyreose aus.
Hyperthyreose = Schilddrüsenüberfunktion. In der Regel produziert die Schilddrüse bei der Hyperthyreose zu viele Schilddrüsenhormone. Der Organismus Minimiert die TSH-Ausschüttung.

Urämie

Das Wort Urämie (altgriechisch) bezeichnet das Auftreten harnpflichtiger Substanzen im Blut oberhalb der Normwerte Diese führen zu einer Harnvergiftung, also Vergiftungserscheinungen durch so genannte Urämietoxine, die bei fortgeschrittener Nierenschwäche, einer so genannten Niereninsuffizienz, auftreten. Eine Urämie kann akut (5–10 Tage nach akutem Nierenversagen) oder chronisch (über Jahre hinweg sich entwickelnd) auftreten.

Vitamine, die im Zusammenhang mit der Niere stehen und ihre Bedeutung

 

 

Gruppe der B Vitamine allgemein
Im Energiestoffwechsel sind es vor allem die B-Vitamine, die an der Verwertung der Nahrung beteiligt sind. Sie spielen eine zentrale Rolle bei der Umwandlung von Kohlenhydraten in Glukose (Blutzucker) und Glykogen (Speicherform der Kohlenhydrate in Muskel und Leber). Sie sind an der Energieerzeugung von schnell verfügbarer Energie in der Zelle beteiligt, ebenso an Fettverbrennung und Fettspeicherung.
Im Baustoffwechsel sind die B-Vitamine am Auf- und Abbau von Genen (DNA) und Eiweißstoffen beteiligt. Ein Mangel an B-Vitaminen wirkt sich auf die Zellerneuerung schnell aus. Sie werden infektanfällig, da Sie zu langsam Immunzellen produzieren, die Haut schuppt sich, da der Nachschub an Hautzellen lahmt, Sie leiden an Blutarmut, da Ihre Zellen im Knochenmark nicht schnell genug produzieren.


Vitamin B 6 = ist das wichtigste Coenzym des Aminosäure-Stoffwechsels zuständig für Blutbildung, vorbeugend gegen Arteriosklerose und Herzinfarkt,      
Vitamin B6 ist wichtig für den Körper, da es am Aminosäure-Stoffwechsel .
Mangel: Reizbarkeit, Müdigkeit, Nervenentzündungen, Hauterkrankungen 


Vitamin B 9, Folsäure = Für: Anti-Aging, Nervensystem, reduziert das Missbildungsrisiko. Folsäure ist die biologisch nicht wirksame Vorstufe des Folats, das im Körper als Tetrahysrofolsäure (THF) biologisch aktiv ist. THF hat eine Reihe von wichtigen Funktionen, wie den Abbau von Homocystein zu Methionin, Synthese von DNA Bausteinen, und ist wichtig beim Aufbau von sich rasch teilenden Zellen, wie in der embryonalen und frühkindlichen Periode.
Mangel: Störung der Blutbildung, Störung des Nervensystems.


Vitamin B 12
= Notwendig für Blutblidung, Anti Aging. 
Vitamin B12 ist in Form der Coenzyme 5-Desoxyadenosylcobalamin und Methylcobalamin an verschiedenen Stoffwechselreaktionen beteiligt. Das Vitamin hat wichtige Funktionen im Bereich des Eiweißstoffwechsels und des Nervensystems, sowie bei der Bildung roter Blutkörperchen. Desweiteren übernimmt es Aufgaben bei der Regeneration der Schleimhäute und unterstüzt das Zellwachstum und die Zellteilung.
Mangel: Störung der Blutbildung, Störung des Nervensystems.


Vitamin D = Knochenstoffwechsel – es spielt eine wesentliche Rolle bei der Regulierung des Calcium-Spiegels im Blut und beim Knochenaufbau. Vitamin D wird in der Niere metabolisiert (verstoffwechselt). Sonneneinstrahlung begünstigt die Verwertung von Vitamin D. Chronische Niereninsuffizienz, unter der auch sehr viele Nierenlebendspender leiden, kann zu Vitamin-D-Mangel führen, siehe auch „Vitamin D“. Der Vitamin-D-Status von Nierenlebendspendern ist regelmäßig zu kontrollieren. Eine Studie aus 2014 vermutut den Zusammenhang zwischen Vitamin-D-Mangel und Demenz (hier der zugehörige Artikel im Deutschen Ärzteblatt). Bestehen Sie als Spender drauf! Mangelerscheinungen müssen medikamentös ausgeglichen werden!


Vitamin E
= verlangsamt den Alterungsprozeß, schützt vor Giftstoffen, Antistresswirkung.
Mangel: Muskelschwäche, Blutarmut, Magen-Darm-Erkrankungen.


Selen
=  Selen spielt eine wichtige Rolle beim Schutz der Zellmembranen .Selen schützt als Radikalfänger vor oxidativen Zellschäden, unterstützt bei ausleitenden Prozessen und ist für das Immunsystem sowie die Aufrechterhaltung der Abwehrfunktion essentiell.

Es ist wichtig für: essentiell für das zelluläre Schutzsystem gegenüber Toxinen, notwendig für die Funktion der Schilddrüse, optimiert die Jodverwertung, stimuliert das Immunsystem, fördert eine optimale Funktion der Schilddrüse, unterstützt das Immunsystem, Es bindet giftige Schwermetalle.

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